Beim Schreiben meines ersten Blogartikels fühle ich mich wie ein Fisch im kalten Wasser. Dazu habe ich extra ein paar Fische gestrickt – ist ja auch mein Thema. Und mein Sternzeichen.
Seit mehr als 20 Jahren will ich einen Blog schreiben. Damals war es en vogue über Rezepte, über Hobbies, über Haus und Garten, über die letzten Ferien zu berichten. Da wollte ich mit dabei sein. Aber der Beruf und entsprechende Weiterbildungen nahmen mehr Zeit in Anspruch, sodass es zum Schreiben nicht mehr reichte. Aber immerhin entstand damals bereits mein «Swiss Needleworker». In der spärlichen Freizeit stickte ich Reproduktionen von alten Mustertüchern, lernte professionelles Kleidernähen und Schnittmuster von Grund auf konstruieren.
Jahre später bin ich aus dem aktiven Berufsleben raus. Ich mache nur das, was mir Freude macht. Naja, zwischendurch gibt es Arbeiten, die man machen muss, resp. sollte. Dazu gehört der Haushalt, Wäsche waschen und wenn man gerne gepflegte Blusen anzieht, gehört das Bügeln ebenso dazu. Der Staub hat es bei mir gut, er darf meistens länger liegen bleiben. Und für den schmutzigen Fussboden habe ich Hilfe bekommen, den Cleany. Er darf sich frei in meiner Wohnung bewegen, ich muss nur sämtliche Kabel hochheben, Stühle und Kleinkram wegstellen. Wenn Cleany am Saugen ist, wedle ich mit dem Staubtuch über die Bücherregale, Bilderleisten und entferne die Wollfusseln von meinem Arbeitstisch. Ich finde, stricken, weben, nähen, schreiben etc. sind wichtigere Tätigkeiten als putzen. Neben meinem kreativen Chaos brauche ich auch Struktur und Ordnung. Es gibt keinen grösseren Zeitverlust, als Dinge zu suchen, welche nicht an ihrem Platz sind.

Was es auf der Über mich -Seite nicht zu lesen gibt: Ich liebe Bücher! Bücher zu alten gestickten Mustertüchern, Bücher über das Stricken, Bücher über das Spinnen, Bücher über das Weben, Bücher zur textilen Geschichte, Bücher über Kunst. Ich werde von Zeit zu Zeit einen Blogartikel über einzelne meiner Lieblingsbücher schreiben. Versprochen.
Seit Jahrzehnten sammle und erforsche ich textiles Wissen – vom Stricken und Sticken bis hin zum Weben und Spinnen. Dieses Wissen möchte ich nicht für mich behalten, sondern weitergeben, teilen und lebendig machen. Meine Leidenschaft ist es, dich zu motivieren, selbst Neues auszuprobieren. Ich möchte dir Anregungen geben, damit aus meinen Ideen und deinem eigenen kreativen Funken etwas Einzigartiges entstehen kann. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen – sondern Freude daran zu haben, Neues zu entdecken, zu lernen und deine eigenen Wege im textilen Gestalten zu finden.
Mit meinem Blog möchte ich dir Einblicke in meine Projekte geben, dir verschiedene Techniken und Hintergründe erklären und dich dazu einladen, selbst mutig kreativ zu werden. Lass dich inspirieren, verbinde deine Ideen mit meinen – und entdecke die unendlichen Möglichkeiten deiner Fantasie.

Ich bin Kursleiterin bei Zürcher Stalder und gebe zudem Workshops bei verschiedenen Woll- und Strickfestivals sowie in lokalen Wollgeschäften und von privat organisierten Kursen. Dabei ist es mir wichtig, mein Wissen lebendig und praxisnah zu vermitteln. Ob Stricktechniken aus dem Baltikum, magische Maschenanschläge, das Arbeiten mit besonderen Mustern oder spinnen lernen mit dem Spinnrad – meine Kurse laden dich ein, Neues auszuprobieren, Hintergrundwissen zu entdecken und deine eigenen kreativen Wege zu finden. Für mich ist es immer wieder ein Geschenk zu sehen, wie Menschen in meinen Workshops Freude am Ausprobieren haben, über sich hinauswachsen und die Lust am Stricken neu entdecken. Hier auf meinem Blog halte ich dich auf dem Laufenden, wo du meine Kurse buchen kannst.

Natürlich besteht mein Leben nicht nur aus Textilkunst – auch Alltag gehört dazu, wie Kochen. Hm, ja – wir alle müssen essen. Und wie heißt es so schön? Liebe geht durch den Magen. Für mich gehört Kochen allerdings nicht zu den großen Leidenschaften meines Lebens. Trotzdem weiß ich: je älter ich werde, desto wichtiger ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung.
Deshalb versuche ich, meine Mahlzeiten bewusst zu gestalten – proteinreich, vitaminhaltig und nährend. Es geht mir nicht darum, raffinierte Gerichte zu zaubern, sondern um ehrliche, alltagstaugliche Küche, die meinen Körper stärkt und mir guttut. Kochen wird so für mich zu einem kleinen Akt der Selbstfürsorge: weniger Pflicht, mehr Achtsamkeit.
In meinem Blog wollte ich auch über meine Border Collie Hündin Kiuma schreiben. Leider durfte ich sie vor kurzem über die Regenbogenbrücke begleiten. Sie war ein weises Wesen und durfte zurück zu ihren Engeln. Ihr Fehlen schmerzt.
Dieser Blog soll all das verbinden: mein textiles Wissen, persönliche Gedanken und kleine Einblicke in das Leben, das mich prägt.
Herzlichst, deine Lotti aka Swiss Needleworker
Ps. Ich wohne hoch über dem Bodensee mit Blick von der Bregenzer Bucht bis nach Konstanz/Meersburg. Bei klarer Sicht siehe ich den Überlinger-See. Natürlich von der Schweizer Seite aus kann ich in die schönsten Sonnenuntergänge eintauchen.


